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Anders als bei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erfolgt bei der privaten Krankenversicherung (PKV) die Leistung nach dem Kostenerstattungsprinzip. Die Behandlung ist nicht wie bei der GKV vorgegeben, sondern wird vom Arzt mit dem Patienten weitgehend frei bestimmt.

Der Arzt stellt seine Rechnung (nach der Gebührenordnung für Ärzte) direkt dem Patienten, da dieser der einzige Vertragspartner ist. Die Behandlungskosten werden dann – abzüglich einer evtl. Selbstbeteiligung – von dem Versicherungsträger erstattet, woraufhin der Patient die Rechnung bezahlt.

Bei Medikamenten tritt der Patient in der Regel in Vorleistung, die dann von der Versicherung erstattet wird.

Bei einem Krankenhausaufenthalt kann der Patient alle Ansprüche gegenüber der Krankenversicherung an das Krankenhaus abtreten, welches dann selbst mit der Krankenversicherung abrechnet.

Seit 2010 sind Beiträge zur privaten Krankenversicherung als Sonderausgaben im Rahmen der Einkommensteuer voll absatzfähig wenn die Leistungen der Grundversorgung durch die gesetzliche Krankenversicherung entsprechen. Zusatzleistungen werden steuerlich nicht berücksichtigt.

In der privaten Krankenversicherung versichern sich vor Allem Personen die nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sind wie Beamte, Selbständige und Studenten. Angestellte und Arbeiter können sich freiwillig versichern, wenn ihr Jahreseinkommen ( derzeit) 49.500 € übersteigt.

Ausserdem besteht die Möglichkeit freiwillig eine Zusatz-Krankenversicherung abzuschliessen, von der dann evtl. Zuzahlungen oder Erweiterungen (Einzelbettzimmer, Zahnersatz, Sehhilfen etc.) übernommen werden.

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